3. Europäischen QA Konferenz

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Thescon auf 3. Europäischen QA Konferenz vertreten


Neue technische und regulatorische Entwicklungen im Focus


“Technology & Innovation in Quality: A Brave New World?” war das Motto der in Dublin durch die RQA, GQMA and SOFAQ veranstalteten Konferenz. Das Seminarprogramm verteilte sich über drei Tage und widmete sich neben etablierten QA-Themen neuen technischen und regulatorischen Entwicklungen. 

Das “Convention Center Dublin” bot den ausgesprochen zahlreichen Besuchern einen modernen und angemessenen Rahmen. Der in Großbritannien bekannte Arzt, Journalist und Comedian Dr. Phil Hammond sorgte für einen überaus unterhaltsamen und auf die Veranstaltung abgestimmten Einstieg. Den Teilnehmern bleiben prägnante Aussagen und Empfehlungen wie “Don’t eat anything you see in an advert” oder die in Anlehnung an eine alte BBC-Serie benannte Empfehlung “CLANGERS” (connect, learn, (be) active, notice, give back, eat well, relax, sleep) sicherlich in Erinnerung. Unterhaltsame Seitenhiebe auf den Brexit und das britische Gesundheitssystem sorgten für eine heitere Stimmung. 

Direkt im Anschluss gewährte Lindsay Edwards von GSK  Einblicke in die Grundlagen, Möglichkeiten und die rasanten Entwicklungen im Bereich der Anwendung Künstlicher Intelligenz in der Healthcare Industrie.

Technologisch fast nahtlos knüpfte Timothé Ménard von Roche mit seinem Vortrag zur Anwendung von “Advanced Analytics” im Bereich der klinischen Forschung an. Da eine große Anzahl der Besucher direkt oder indirekt in Themen rund um die klinische Forschung involviert ist, konnten einige Idee für die weitere Entwicklung in diesem Bereich mitgenommen aber auch auf andere Anwendungsfälle übertragen werden. 

Aufgeteilt in die Themenbereiche PV/GCP, Medical Devices und Animal Health splittete sich die Vorträge anschließend auf. 

Besonders interessant im Hinblick auf die Nutzung neuer Technologien war am Nachmittag der Vortrag “An MHRA Perspective on Machine Learning & Artificial Intelligence”. Phil Tregunno von der MHRA lieferte aus der Sichtweise einer Regulierungsbehörde und damit auch von Inspektoren Ansatzpunkte für Diskussionen zum Umgang mit den neuen Herausforderungen. 

Der nächste Tag begann ebenfalls aufgeteilt auf drei Stränge: GCP, GLP und Computing / IT. Im letztgenannten Bereich durfte Thescons Ingo Baumann unter dem Titel “Self-driving cars take ethical decisions - let's talk about AI in healthcare” nach einem Vergleich zur aktuellen Situation bezüglich autonom fahrender Fahrzeuge zu den Herausforderungen bei der Nutzung künstlicher Intelligenz überleiten und Ansatzpunkte für entsprechende Validierungsstrategien liefern. Dabei konnte er auf am Vortrag präsentierten Grundlagen aufbauen.

Überraschend unterhaltsam aber in der Sache ernsthaft hielt Barry McManus von Empowerment Quality Engineering Ltd. als nach eigener Aussage “geläuterter Tekkie” eine flammende Präsentation für die Nutzung von Risk Management Strategie als Bindeglied zwischen IT und Qualitätssicherung. Damit stimmte er ein in die über viele Vorträge propagierte (und anscheinend noch immer nicht überall gelebte) Nutzung risikobasierter Vorgehensweisen und des verstärkten Einsatzes von “critical thinking”. 

Einen weiteren Beitrag zum Thema Künstliche Intelligenz lieferte Ignacio Hernandez Medrano aus Spanien. Er konzentrierte sich dabei mehr auf die Rechtfertigung der Anwendung entsprechender Technologien als auf die damit verbundenen Risiken und deren Kontrolle. Seine Aussage, dass künstliche Intelligenz keine perfekten Ergebnisse liefern muss, aber für viele Anwendungsbereiche nun einmal einfach die beste Alternative sei, lieferte neben den anderen Präsentationen zu diesem Thema noch eine weitere interessante Perspektive.  

Nach zwei eng getakteten Konferenztage bot die Abendveranstaltung in Form eines “Gala Dinners” die Möglichkeit, in lockerer Atmosphäre die eine oder andere Diskussion fortzuführen, zu netzwerken und nicht zuletzt dank einer tollen Live-Band auf der Tanzfläche dem individuellen Bewegungsdrang gerecht zu werden.  

Am letzten Konferenztag wurde zu Beginn durch die japanische Delegation (JSQA) für die Global Quality Assurance Conference in Sendai geworben. Der Enthusiasmus der Gruppe (die gar ein kleines Theaterstück aufführte) übertrug sich auf das Publikum und dürfte den einen oder anderen Besucher für die Reise nach Japan in Februar 2020 motiviert haben. 

Anschließend wurden die Ergebnisse der Konferenz in Form von Podiumsdiskussionen zusammengefasst. Dabei zeigte sich der Respekt der Beteiligten vor den anstehenden Änderungen und Herausforderungen aber auf viel Hoffnung auf die neuen Möglichkeiten.










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